Mit großer Freude berichten wir von den bemerkenswerten Erfolgen unserer Schülerinnen und Schüler beim diesjährigen Jugendwettbewerb Informatik. Insgesamt haben 283 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums in allen Kategorien am Wettbewerb teilgenommen.
In der ersten Runde, die im März stattfand, konnten 37 Schülerinnen und Schüler den ersten Preis erringen, während 10 weitere den zweiten Preis gewannen. Diese beeindruckenden Ergebnisse zeigen das hohe Niveau und die Begeisterung für Informatik an unserer Schule.
Die zweite Runde, die im Mai stattfand, war ebenfalls von Erfolg gekrönt: Hier belegten 11 Schülerinnen und Schüler den ersten Preis und 8 den zweiten Preis. Diese Leistungen sind das Ergebnis harter Arbeit, kreativen Denkens und einer soliden Vorbereitung durch unsere engagierten Lehrkräfte.

Erneut kann das AG Erfolge bei einem Mathematik-Wettbewerb aufweisen. Bei der 1. Runde des Bundeswettbewerbs Mathematik erreichten Lena Kottenmeier aus der 10d und Rian Schomerus aus der 10b einen 3. Platz und haben sich somit für die 2. Runde qualifiziert. Eine Anerkennung für die Teilnahme erhielt Bernhard Holzmüller aus der 9a.

Erinnerung lebendig halten, Verantwortung übernehmen. Unter diesem Motto recherchierten Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe im Projekt-Seminar „Stolpersteine digital“ in diesem Schuljahr das Leben, Wirken und Schicksal von jüdischen Kemptener Familien.
Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die im ausgehenden 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Kempten lebten, hatten meist ihre eigenen Geschäfte, waren sozial integriert und hatten hier Freunde, Bekannte und Nachbarn. „Ihr Leben änderte sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 und ihren repressiven Maßnahmen gegenüber den jüdischen Bürgern, die mit der Reichspogromnacht am 9. November 1938 auch in Kempten sichtbar in die systematische Verfolgung überging“, heißt es auf der Homepage (https://erinnerungskultur-kempten.de). Den zu Unrecht verfolgten Menschen ein Gesicht geben, Erinnerung auf Augenhöhe schaffen, darum ging es dem P-Seminar unter der Leitung von Corinna Weber. Eng begleitet wurde das Seminar von Ralf Lienert, Allgäuer Zeitung, der sich jede Woche die Zeit genommen hat, und die Schülerinnen und Schüler begleitet hat. Ihm ist auch der Kontakt zu zahlreichen anderen externen Partnern zu verdanken, ohne die das Projekt so hätte nicht stattfinden können.
Vor 80 Jahren war der Zweite Weltkrieg in Europa offiziell vorbei. Nicht jedoch die Gewalt, die weiterhin im Chaos der Nachkriegsjahre in Europa wütete.
Diese Zeit hat das Studienforum „Jüdische Geschichte 2025“ aufgegriffen. Zusammen mit etwa 60 weiteren Elftklässlerinnen und Elftklässlern durfte ich dieses Jahr an der dreitägigen Veranstaltung in Tutzing an der Akademie für politische Bildung teilnehmen.
In traumhafter Kulisse und in direkter Nähe zum Starnberger See beschäftigten wir uns intensiv mit den Jahren nach 1945 sowie der Gewalt und Migration verschiedenster Gruppen zu dieser Zeit, wobei versucht wurde die sich überschlagenden Ereignisse einzuordnen.
Geleitet von der LMU München und gefördert durch die Brodt Foundation wurden unterschiedliche Referenten zu der Tagung eingeladen, die jeweils einzelne Facetten des weiten Themas behandelten. Zusammen hatten wir viel Zeit, zu diskutieren und uns auf Augenhöhe sowie auf wirklich nette Weise auszutauschen.
Dabei ging es immer wieder darum, das einzelne individuelle Schicksal, aber auch das große Ganze zu betrachten. Diese Frage, nach der richtigen Balance zwischen dem Individuum und dem Hang zu generalisieren, lässt sich dabei genauso auf heutige Debatten über Migration anwenden.
In dieser Fortbildung, die von unserer Schule in Kooperation mit dem Architekturforum Allgäu und der Kunstakademie München (transform) ausgerichtet wurde,

begaben wir uns auf Spurensuche zur exemplarischen Erfassung architektonisch spannender Orte in Kempten und Umgebung. Sie richtete sich an Lehrkräfte aller Fachschaften und Schularten, die gerne im Tandem mit ortsansässigen Architekten Ideen für ihren eigenen Unterricht entwickeln. Das Besondere des Workshops lag dabei in der Erforschung, Erkundung und Reflexion regionalspezifischer architektonischer Gegebenheiten: Der Kuhstall als Klangkörper, die Bahnstation als Museum, die Berghütte als Mikrokosmos und der Hühnerstall als Kunstobjekt. Unsere baukulturelle Artenvielfalt findet sich im Genius Loci wieder, hier begann auch Spurensuche, in der unmittelbaren Nachbarschaft des Allgäu-Gymnasiums.

Ziel war es letztendlich verschiedene architektonische Themen in ihrer Diversität für die Fachbereiche zusammenzufassen, wobei dem Fachbereich Kunst, bedingt durch seine Lehrplaninhalte, naturgemäß eine besondere Rolle zukommt. Am Ende des Tages waren es über 30 Unterrichtsideen, die in einem speziell vorbereiteten Karteikartensystem (AllgäuerBauCultur – ABC) zunächst analog, dann digital verarbeitet wurden. Dieses Karteikartensystem soll sukzessive aufgebaut und erweitert werden, wobei unsere Fortbildung die erste Impulsveranstaltung von einer ganzen Reihe darstellt, in der konkrete Aufgabenstellungen im Laufe des Tages erarbeitet werden sollen. Am Ende des Tages waren alle Lehrer, Referendare und Architekten sowie „Special guests aus der Allgäuer Haute Culture“ äußerst angetan von der sehr inspirierenden und konzentrierten Arbeitsatmosphäre an unserer Schule und hoffen auf eine Fortsetzung an genau diesem Ort.
Mathias Schuh
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